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Interdisziplinärer eLabour-Verbund berichtet Halbzeitergebnisse

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen ArbeitssoziologInnen und InformatikerInnen ist möglich und sehr ertragreich – so lautet die knappe Zusammenfassung der Halbzeitkonferenz des eLabour-Projektverbundes. Am 8. und 9. Februar haben die Verbundpartner nach Göttingen geladen und dort den derzeitigen Stand der einzelnen Projekte und die bisher erreichten Ziele präsentiert.

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Die sfs-Wissenschaftlerinnen Ellen Hilf und Katja Pohlheim berichteten aus dem Teilprojekt „Widersprüchliche Integration von Frauen in Dienstleistungsarbeit (WIFE)“ In diesem Projekt wird eine klassische Studie zu Frauen im Verkaufsberuf aus den 1980er Jahren sekundäranalytisch ausgewertet. Diese Ergebnisse sollen zusammen mit Daten aus weiteren Projekten zur Arbeit im Handel und kombiniert mit einer follow up-Studie die Entwicklung der Erwerbstätigkeit von Frauen im Einzelhandel rekonstruieren.

Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen der IT-Partner GWDG, SUB Göttingen und L3S Hannover haben Hilf und Pohlheim zudem die Herausforderungen und Möglichkeiten der interdisziplinären Zusammenarbeit beim Aufbau einer Dateninfrastruktur vorgestellt. Ziel des eLabour-Verbundes ist u.a. der Aufbau eines virtuellen Forschungszentrums für qualitative arbeitssoziologische Daten. Diese sollen zukünftig aufbereitet und im Datenzentrum für Sekundäranalysen bereit gehalten werden. Was trivial klingt, bedeutet einen enormen Aufwand, um die Daten, die teils als bedruckte Papiere in Kellerarchiven gelagert sind, so aufzubereiten, dass sie digital verfügbar, maschinenlesbar und damit auch durchsuchbar sind.

Rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus unterschiedlichen Fachdisziplinen diskutierten in der Historischen Sternwarte in Göttingen zu Möglichkeiten und Grenzen der Sekundäranalyse von arbeitssoziologischen, qualitativen Daten und der Unterstützung durch IT-Werkzeuge. Dabei liegt die Herausforderung gleich auf mehreren Ebenen: Einerseits ist die Sekundäranalyse bisher in der qualitativen Sozialforschung keine weit verbreitete Methode. Die arbeitssoziologischen Teilprojekte betreten damit teils auch methodisch Neuland. Andererseits ist für eine gute interdisziplinäre Zusammenarbeit eine hohe Übersetzungsleistung zwischen den beteiligten Fachdisziplinen nötig, da das Vokabular zum Teil sehr unterschiedlich gebraucht wird und missverständlich ist und unterschiedliche Arbeitsroutinen vorherrschen.

Tagungsbeiträge können hier heruntergeladen werden: