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Digital Social Innovation (DSI) Fair 2017: Aufeinandertreffen von Online- und Offline-Welten

Wir leben in einer digitalen Ära. Fast jeder ist allzeit mit dem Internet und somit mit anderen Menschen verbunden. Darauf aufbauend diskutierten ForscherInnen und Praktiker auf der Digital Social Innovation Fair 2017 in Rom wie dieser Netzwerkeffekt Nachhaltigkeit und Soziale Innovationen fördern kann. Janosch Sbeih und Marthe Zirngiebl von der Sozialforschungsstelle Dortmund leiteten hierzu eine Diskussion zu MAKE-ITs Nachhaltigkeitsszenarien an.

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Messen, oder im internationalen Raum „Fairs“, scheinen ständige Wegbegleiter des EU-Forschungsprojekt MAKE-IT zu sein. Die sogenannten „Maker Fairs“ sind eine der wichtigsten Möglichkeiten für die Makerbewegung ihre Projekte der Öffentlichkeit zu präsentieren und Maker-KollegInnen, potentielle Investoren und KonsumentInnen direkt in einer Offline-Umgebung zu treffen. MAKE-IT ist durch seinen transdisziplinären Ansatz jedoch nicht nur Teil der Maker Bewegung, sondern hat als CAPS-Projekt auch einen Fuß in der Welt der sozialen Innovation. Genau wie Maker präsentieren soziale Innovatoren ihre Ideen und treffen Gleichgesinnte auf den Messen.

Eine dieser für die Szene wichtigen Messen ist die Digital Social Innovation Fair, die am 1. und 2. Februar in der historischen Protomoteca-Halle auf dem Hügel Campidoglio (Kapitol) in Rom stattfand. Neben den sfs-Wissenschaftlern Marthe Zirngiebl und Janosch Sbeih wurde das MAKE-IT Konsortium durch Tomas Diez vom Katalonischen Institut für fortgeschrittene Architektur (IAAC) und Jeremy Millard vom Dänischen Technologischen Institut (DTI) vertreten. Tomas Diez nutzte seinen Vortrag um einen Überblick über die Ausmaße der Maker Bewegung zu geben. Dabei sprach er insbesondere den Aufstieg sogenannter Fab Cities und die Möglichkeiten, die das Smart Citizen-Projekt bietet, an. Jeremy Millard stellte in seinem Vortrag dar, wie die Wertschätzung der Natur als zusätzlicher fünfter Akteur im Quadrupel-Helix-Modell das Design sozialer Organisationen und Visionen zukünftiger Gesellschaften grundlegend verändern kann.

Am zweiten Tag der DSI Fair 2017 präsentierten Janosch Sbeih und Marthe Zirngiebl MAKE-ITs vorläufige Ergebnisse in dem Workshop "Collaborative Making, Art and Creativity". Im Anschluss wurde mit den WorkshopteilnehmerInnen, von denen viele selbst in der Maker Bewegung aktiv sind, die Frage diskutiert, was die Maker-Bewegung braucht, um gesellschaftliche Herausforderungen wie Umweltprobleme, soziale Inklusion und Arbeitslosigkeit nachhaltig anzugehen.

Das Publikum stimmte überein, dass viele Maker bereits an Projekten arbeiten, die das Potential haben, diese Herausforderungen nachhaltig anzupacken. Während es ihnen nicht an Kreativität, Ideen und einem Sinn für soziale Verantwortung mangelt, fehlt es ihnen jedoch häufig an öffentlicher Anerkennung. Dies macht es Maker-Initiativen schwer Fördermittel zu akquirieren oder die Politik in eine unterstützende Richtung zu lenken. Dementsprechend könnte die Maker-Bewegung ihre Werte und Aktivitäten der Öffentlichkeit wirksamer präsentieren, um stärker auf sich aufmerksam zu machen. Diese Diskussion, sowie andere Ideen und Projekte, die auf der DSI Fair 2017 präsentiert wurden, haben somit äußerst wertvolle Einsichten für MAKE-ITs Nachhaltigkeitsszenarien geboten. Um weiteren Input zu sammeln, können die Ergebnisse der Diskussion hier eingesehen und online weiter ergänzt werden.

 

 

 


MAKE-IT wird im Rahmen des EU-Programms Horizon2020 gefördert. Beteiligte Projektpartner sind: TNO (Niederländische Organisation für angewandte wissenschaftliche Forschung), DTI (Dänisches Technologisches Institut), ZSI (Zentrum für Soziale Innovation), IAAC (FabLab Barcelona, Katalonisches Institut für fortgeschrittene Architektur), FLZ (FabLab Zagreb), HLW (Happylab GmbH Wien), AHHAA (Wissenschaftszentrum AHHAA), CIR (Create it Real ApS) und die Sozialforschungsforschungsstelle der TU Dortmund.