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Genossenschaftliche Plattformen als Triebfeder für mehr Nachhaltigkeit in der Maker-Bewegung

Janosch Sbeih von der Sozialforschungsstelle Dortmund diskutierte das EU Forschungsprojekt MAKE-IT mit Teilnehmern der „Open 2017: Platform Cooperatives“ Konferenz in London. Hierbei standen die Potentiale von wirtschaftlichen Kooperationsmodellen wie genossenschaftlichen Plattformen als nachhaltige Entwicklungsstrategien für die Maker Bewegung im Fokus.

open2017

Was wäre wenn sogenannte „sharing economy“ Plattformen wie Uber und AirBnB, oder sogar Plattformen der sozialen Medien wie Facebook und Twitter von den Angestellten und Nutzern besessen würden, die diese Plattformen pflegen, ihre Dienstleistungen anbieten und Inhalte generieren, welche den Wert der jeweiligen Plattformen bestimmen? Das Ergebnis könnte eine Ausrichtung der neuen Technologien auf Gemeinschaftswohlstand und partizipativ demokratische Kontrolle sein – eine Vision, die die Genossenschaftsbewegung bereits seit Jahrhunderten verfolgt und die nun in digitaler Variante von der Bewegung des „Platform Cooperativism“ wieder aufgegriffen wird.

Vom 16. bis 17. Februar 2017 trafen sich hierzu WissenschaftlerInnen, PolitikerInnen, Geschäftsleute, ProgrammiererInnen, AktivistInnen und VertreterInnen der Zivilgesellschaft im Goldsmiths College, University of London, um auf der zweitägigen Konferenz zur kollaborativen Ökonomie „Open 2017: Platform Cooperatives“ strategische Schnittstellen zwischen der digitalen Welt und kooperativen Wirtschaftsformen wie Genossenschaften und Kollektiven zu diskutieren.  

Janosch Sbeih von der Sozialforschungsstelle Dortmund diskutierte mit den TeilnehmerInnen der Konferenz das EU Forschungsprojekt MAKE-IT: „Understanding Collective Awareness Platforms with the Maker Movement” mit dem Blickpunkt auf Nachhaltigkeitsszenarien für die Maker Bewegung. Die Prinzipien von Open Source Design - auf welchen die Maker Bewegung beruht - mit Plattform-Kooperativen - welche als wirtschaftliche Form von Collective Awareness Platforms verstanden werden können - zu verknüpfen, ist ein vielversprechender Ansatz für eine nachhaltige Entwicklung der Maker Bewegung. Plattform-Kooperativen können das Dilemma der Maker Bewegung lindern, sich einerseits Werten des offenen Teilens in Form von freier Verbreitung von Open Source Designs zu verschreiben, und andererseits finanzielle Bedürfnisse durch Maker Tätigkeiten decken zu wollen. Der Aufbau einer genossenschaftlichen Plattform, auf welcher Maker ihre Produkte anbieten und vertreiben können, könnte z.B. auf der Plattform-Kooperative Stocksy United modelliert werden, welche lizenzfreie Fotografien und Videos anbietet. Auf diese Weise können Maker ihre Produkte je nach Nutzung gleichzeitig zum Verkauf oder zum offenen Teilen anbieten, während Teile des Umsatzes automatisch durch die Plattform-Kooperative wieder in die Maker-Bewegung zurückgespeist werden.


MAKE-IT wird im Rahmen des EU-Programms Horizon2020 gefördert. Beteiligte Projektpartner sind: TNO (Niederländische Organisation für angewandte wissenschaftliche Forschung), DTI (Dänisches Technologisches Institut), ZSI (Zentrum für Soziale Innovation), IAAC (FabLab Barcelona, Katalonisches Institut für fortgeschrittene Architektur), FLZ (FabLab Zagreb), HLW (Happylab GmbH Wien), AHHAA (Wissenschaftszentrum AHHAA), CIR (Create it Real ApS) und die Sozialforschungsforschungsstelle der TU Dortmund.