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MAKE-IT App und Zukunftsszenarien für die Maker Bewegung werden auf der Maker Faire Ruhr getestet

Internationales Forschungsteam des MAKE-IT Projekts testet Web-App auf der Maker Faire Ruhr um Maker Faire Besucher und Aussteller dauerhafter miteinander zu vernetzen. In einem interaktiven Workshop erstellen Maker Faire Besucher gemeinsam mit Dr. Bastian Pelka, Janosch Sbeih und Marthe Zirngiebl von der sfs Zukunftsszenarien für die Maker Bewegung.

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Stilecht verkleidete Steampunker, die auf drei Meter hohen nach Jules Verne anmutenden Gefährten auf dem Parkplatz der Dortmunder Arbeitswelt Ausstellung (DASA) rumkurven; Kinder, die sich vor dem LEGO Stop-Motion-Film Stand tummeln; DNA Labore im Handtaschenformat, die man vom Bio-Hacker des Vertrauens beziehen kann; und natürlich diverse 3D-Drucker und andere ausgestellte Maker Technologien machten die zweite Auflage der Maker Faire Ruhr zu einer Mischung aus Messe und Jahrmarkt der Maker Bewegung, welche sich am 25./26. März 2017 quer durch die dauerhafte Arbeitswelt Ausstellung der DASA zog.

Bei dieser international besuchten Dortmunder Veranstaltung durfte das europäische Forschungsprojekt zur Maker Bewegung MAKE-IT natürlich nicht fehlen und war mit dem MAKE-IT Team der Sozialforschungsstelle Dortmund sowie Forschungspartnern der Niederländischen Organisation für angewandte wissenschaftliche Forschung (TNO) vertreten. Unter der Leitung der Niederländischen Partner wurde mit ausgewählten Ausstellern der Maker Faire Ruhr eine web-basierte App getestet, deren Ziel es ist Maker und Besucher auf Maker Faires dauerhafter miteinander zu verknüpfen. Beim Scannen der individuellen QR-Codes der Aussteller gelangen Besucher auf eine Webseite von der aus sie direkten Zugang zu weiteren Informationen, dem Webshop, Social Media Kanälen und anderen Internetpräsenzen des Ausstellers haben.

sfs-Wissenschaftler Bastian Pelka präsentierte in einem Workshop bisherige Erkenntnisse aus dem MAKE-IT Projekt und leitete anschließend ein interaktives Planspiel an, in welchem die Teilnehmer in die Rolle von PolitikerInnen, Geschäftsleuten, WissenschaftlerInnen oder BürgerInnen schlüpften, um drei Zukunftsszenarien der Maker Bewegung zu diskutieren. Das erste Szenario beschreibt wie die Maker Bewegung von öffentlichen Institutionen (z.B. Schulen und Bibliotheken) aufgenommen wird und inklusive Lernorte mit neuen Potentialen formt. Das zweite Szenario stellt eine Zukunft dar in welcher die Maker Bewegung sich in eine Open-Source basierte, dezentralisierte Peer-to-Peer Fertigungs-Ökonomie der Zivilgesellschaft entwickelt. Im Kontrast stellt das dritte Szenario, die Möglichkeit dar, wie die Maker Bewegung von der bestehenden Industrie aufgenommen wird und hauptsächlich der Forschung und Entwicklung etablierter Unternehmen zuarbeitet. Die Teilnehmer diskutierten die vorgestellten Szenarien angeregt und brachten aus dem Blickwinkel ihrer verkörperten Rollen Vor- und Nachteile sowie Handlungsempfehlungen für die jeweiligen Szenarien vor.

Die Maker Faire Ruhr stellte einen gelungen Auftakt für das MAKE-IT Projekt dar, die Web-App zum ersten Mal live zu testen, welche in weiter entwickelter Form auf kommenden Maker Faires eingesetzt wird. Die gemeinsam entwickelten Szenarien werden im Verlauf des MAKE-IT Projekts und auf weiteren Veranstaltungen wie der XIX. Tagung für Angewandte Sozialwissenschaften weiter ausgearbeitet und im Abschlussbericht Ende 2017 veröffentlicht.


MAKE-IT wird im Rahmen des EU-Programms Horizon2020 gefördert. Beteiligte Projektpartner sind: TNO (Niederländische Organisation für angewandte wissenschaftliche Forschung), DTI (Dänisches Technologisches Institut), ZSI (Zentrum für Soziale Innovation), IAAC (FabLab Barcelona, Katalonisches Institut für fortgeschrittene Architektur), FLZ (FabLab Zagreb), HLW (Happylab GmbH Wien), AHHAA (Wissenschaftszentrum AHHAA), CIR (Create it Real ApS) und die Sozialforschungsforschungsstelle der TU Dortmund.

 

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