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MAKE-IT präsentiert Nachhaltigkeitsszenarien für die Maker-Bewegung auf der „XIX. Tagung für Angewandte Sozialwissenschaften: Soziale Innovationen Lokal Gestalten“

Das MAKE-IT Team Bastian Pelka, Marthe Zirngiebl und Janosch Sbeih von der Sozialforschungsstelle Dortmund erörterte mit KollegInnen aus der angewandten Sozialwissenschaft wie mögliche Zukunftsszenarien für die Maker Bewegung durch öffentliche Institutionen, Privatunternehmen und die Zivilgesellschaft geformt werden können.

BDS_Make_IT_Dortmund

Vom 9. bis 11. Juni trafen sich der Bundesverband Deutscher Soziologen mit weiteren Partnerinstitutionen der angewandten Sozialwissenschaft in der Sozialforschungsstelle Dortmund zur XIX. Tagung für Angewandte Sozialwissenschaften unter dem Thema „Soziale Innovationen Lokal Gestalten“. Mit 13 Foren, zwei Tutorials und ca. 130 Teilnehmern war das Programm breit gefächert, um das Thema Soziale Innovation in seiner Vielfalt und Vielschichtigkeit angemessen auszuleuchten.


In dem Forum „Teilen statt Besitzen“ präsentierten die sfs-ForscherInnen Bastian Pelka, Marthe Zirngiebl und Janosch Sbeih nach einer Einführung in die sozialen Innovationen der Maker Bewegung (die Bereitstellung digitaler Fertigungstechnologien in öffentlich zugänglichen Räumen und das freie Teilen digitaler und reproduzierbarer Produktdesigns über das Internet), die Zukunftsperspektiven dieser Bewegung in drei Szenarien. Die Szenarien stellen die mögliche Entwicklungspfade der Maker Bewegung dar, je nachdem, ob sie stärker mit öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Bibliotheken und Museen kooperiert, um „making“ als kulturelle Praxis in den Mainstream zu diffundieren; oder mit Privatunternehmen aus der bereits etablierten Industrie zusammenarbeitet, um die wirtschaftlichen Potentiale von Maker Technologien und Prozessen zu realisieren; oder sich selbst aus der Zivilgesellschaft trägt und für das Open Source basierte Teilen frei zugänglicher Produkte einsteht.

Die Teilnehmer des MAKE-IT Workshops merkten die Bedeutung von Räumen an, in denen Maker Initiativen unterkommen werden. Maker Initiativen werden sich voraussichtlich an die Ausrichtungen der Partnerinstitutionen, in denen MakerSpaces eingerichtet werden (z.B. öffentliche Einrichtung oder Privatunternehmen), anpassen. Dies werfe die Frage auf, inwiefern eine Verteidigung von „freien“ Räumen bereits ein Aspekt spiele in der Maker Bewegung. Weiterhin seien Geldflüsse wichtige Indikatoren, um bereits jetzt festzustellen, in welche Richtung sich die Bewegung momentan entwickelt. Abschließend gab es eine Anmerkung, dass auch ein viertes Szenario denkbar wäre, in welchem die Maker Bewegung durch neuartige Geschäftsmodelle zu einer kreativen Zerstörung aktueller Wirtschaftsformen führen könne.

Die Diskussionsinhalte werden in der Szenario-Arbeit des MAKE-IT Projekts verwertet und in den abschließenden Projektberichten Ende 2017 veröffentlicht.


MAKE-IT wird im Rahmen des EU-Programms Horizon2020 gefördert. Beteiligte Projektpartner sind: TNO (Niederländische Organisation für angewandte wissenschaftliche Forschung), DTI (Dänisches Technologisches Institut), ZSI (Zentrum für Soziale Innovation), IAAC (FabLab Barcelona, Katalonisches Institut für fortgeschrittene Architektur), FLZ (FabLab Zagreb), HLW (Happylab GmbH Wien), AHHAA (Wissenschaftszentrum AHHAA), CIR (Create it Real ApS) und die Sozialforschungsforschungsstelle der TU Dortmund.