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Wirkungen der Digitalisierung von Arbeit auf die Geschlechterverhältnisse

Die Digitalisierung von Wirtschaft, Arbeit und Gesellschaft ist derzeit omnipräsent in Politik, Medien und Wissenschaft. Die Wirkungen der Digitalisierung für das Geschlechterverhältnis sind bislang jedoch nicht ausreichend Gegenstand der Debatte – und das, obwohl die Geschlechterperspektive bei den aktuellen Veränderungen der Arbeitswelt eine zentrale Rolle spielen wird. So widmen sich Dr. Edelgard Kutzner und Dr. Victoria Schnier von der Sozialforschungsstelle Dortmund in Kooperation mit Prof. Dr. Hirsch-Kreinsen von der Technischen Universität Dortmund im FGW-geförderten Projekt „Zukunft der industriellen Einfacharbeit aus der Geschlechterperspektive“ diesem Thema.

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Im Mittelpunkt des Projekts „Zukunft der industriellen Einfacharbeit aus der Geschlechterperspektive (ZudiEG)“ stehen insbesondere die Perspektiven der Industriearbeit. Industrielle Einfacharbeit könnte sich, laut bisheriger Prognosen, in zwei unterschiedliche Richtungen entwickeln: Sie kann entweder integriert werden in Arbeitsgruppen, bestehend aus unterschiedlichen Beschäftigten mit unterschiedlichen Qualifikationen, in denen Selbstorganisation, gleichberechtigte Zusammenarbeit und die Nutzung des vorhandenen Erfahrungswissens aller eine zentrale Rolle spielen. Sie könnte allerdings aufgrund der Digitalisierung auch gänzlich substituiert und sukzessive personell abgebaut werden.   

Zentrale Fragen des Projekts ZudiEG sind:

  • Wie hängt der Arbeitstypus industrieller Arbeit mit dem Geschlechterverhältnis zusammen?
  • Wie bestimmt das Geschlechterverhältnis die Entwicklung industrieller Einacharbeit?
  • Welche Bedingungen, Einflussfaktoren und Verlaufsmuster existieren für diesen Arbeitstyp?

Betriebliche Auseinandersetzungsprozesse, die über den Einsatz von Technik und die Organisation der Arbeit sowie den Personaleinsatz entscheiden, sind mit der explorativen Studie gleichermaßen angesprochen. Es geht um mögliche emanzipatorische Potenziale neuer digitalisierter Arbeitsformen und damit verbundene Risiken und Chancen für Fragen der Geschlechtergerechtigkeit. Letztlich geht es um die Frage, wer zu den Digitalisierungsgewinnerinnen und -gewinnern und wer zu den Verliererinnen bzw. Verlierern zählen wird.