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Eine neue Ära der sozialen Innovation: sfs stellt portugiesischem Staatspräsidenten und EU-Forschungskommissar SI-DRIVE-Ergebnisse vor

Die Sozialforschungsstelle Dortmund hatte bei der Tagung „Opening up to an Era of Social Innovation“ in Lissabon nicht nur die herausragende Möglichkeit, die im Rahmen des SI-DRIVE-Projektes ermittelte weltweite Kartierung sozialer Innovationen und den aktuellen Forschungsstand zu sozialen Innovationen aus einer internationalen Perspektive zu präsentieren. Auch konnten die sfs-WissenschaftlerInnen Antonius Schröder, Christoph Kaletka und Marthe Zirngiebl hierbei mit dem portugiesischen Präsidenten Marcelo Rebelo de Sousa und dem Kommissar der EU-Kommission für Forschung, Wissenschaft und Innovation, Carlos Moedas, die Ergebnisse des ambitionierten Forschungsprojektes diskutieren.

Die EU-Kommission läutete mit der von über 1.000 Teilnehmenden besuchten und hochrangig besetzten zentralen europäischen Konferenz „Opening Up to an Era of Social Innovation“ in der Gulbenkian-Stiftung in Lissabon eine neue Ära für soziale Innovationen ein. Im Rahmen der Ausstellung von zentralen Projekten durften Christoph Kaletka, Antonius Schröder und Marthe Zirngiebl den portugiesischen Präsidenten Marcelo Rebelo de Sousa und Carlos Moedas (EU-Kommissar für Forschung, Wissenschaft und Innovation) am Ausstellungsstand des Projektes „Social Innovation: Driving Force of Social Change“ (SI-DRIVE) begrüßen. Neben Ausschnitten aus dem SI-DRIVE-Video fanden der geplante „Atlas of Social Innovation“ und die „Policy Declaration“ ein ausgesprochen hohes Interesse bei den BesucherInnen.

Auf der Tagung wurden die aktuelle Brisanz des Themas und vor allem die Bedeutung von sozialen Innovationen zur Bewältigung der zukünftigen tiefgreifenden Transformationen in Gesellschaft und Arbeitswelt hervorgehoben. Carlos Moedas betonte dabei den hohen Stellenwert von sozialen Innovationen im Einklang mit technologischen Entwicklungen. Marianne Thyssen (EU-Kommissarin für Beschäftigung, Soziales, Qualifikationen und Arbeitskräftemobilität) wies eindringlich auf die Bedeutung neuer Lösungen durch soziale Innovationen hin, um mit ihnen den sozialen Zusammenhalt und die Entwicklung der europäischen Wirtschaft und des Arbeitsmarktes zu unterstützen.

In der Podiumsdiskussion zur nächsten Generation sozialer Innovation („The Next Social Innovation Wave“) unterstrich Antonius Schröder die Kontextabhängigkeit und die politische Unterstützung sozialer Innovationen. Dazu ist auch ein neues Innovationsverständnis notwendig: Die Lösung gesellschaftlicher Probleme und Herausforderungen sollte im Vordergrund stehen. Denn technologische Entwicklungen allein werden diese nicht lösen, so sfs-Wissenschaftler Antonius Schröder. Peter Dröll (Direktor der Generaldirektion Forschung und Entwicklung der EU-Kommission) erhofft sich, dass soziale Innovationen in naher Zukunft zum „Mainstream“ werden und ihre Entwicklung und Nachhaltigkeit stärker und systematischer gefördert und unterstützt werden.


Ein Videomitschnitt der Eröffnungsrede von Carlos Moedas (EU-Kommissar für Forschung, Wissenschaft und Innovation) ist hier zu finden.