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„Soziale Innovationen lokal gestalten“: Neues Fachbuch zeigt die Vielfalt kommunaler Innovationspraktiken und gesellschaftlicher Transformationsprozesse auf

Der neue Band „Soziale Innovationen lokal gestalten“, herausgegeben von Dr. Christoph Kaletka (sfs) und Dr. Hans-Werner Franz, Managing Director der European School of Social Innovation (ESSI), richtet seinen Blick auf die Planung, Gestaltung und Umsetzung sozialer Innovationen. Der Schwerpunkt liegt bei den Kommunen von Stadt und Land, sei es beim Carsharing oder bei der Bewältigung der zahlreichen Erscheinungsformen des demografischen Wandels, bei neuen Wohnformen oder Schulen als Innovationszentren. Zahlreiche sfs-Wissenschaftler steuern ihre Forschungsergebnisse in Form von Fachbeiträgen bei. Sowohl hinsichtlich der Aktualität als auch durch den detaillierten, multiperspektivischen Blick auf vielfältige Praktiken von sozialer Innovation auf lokaler Ebene stellt dieser Band einen wichtigen Schritt zum Verständnis von sozialen Innovationen und der Rolle der Sozialwissenschaften bei der Unterstützung von Innovationsprozessen dar.

Soziale_Innovationen_lokal_gestalten

Soziale Innovation ist wenn Viele etwas anders machen. Doch dieser zu einfachen Definition, die seitens des BDS im Rahmen des Aufrufes für die Frankfurter Tagung für Angewandte Sozialwissenschaften in die Welt gesetzt wurde, mangelt es an Genauigkeit, da sie auch für sozialen Wandel gelten kann. Der Band „Soziale Innovationen lokal gestalten“ schaut hier hingegen genauer hin und untersucht dabei auch welche Bedingungen, Prozesse und Akteurskonstellationen bestimmte soziale Innovationen befördern und sie so aufgegriffen werden. Diese Frage impliziert natürlich auch das Gegenteil: Welche dieser Faktoren führten dazu das eine soziale Innovation nicht aufgegriffen wurde? Ebenso wird untersucht welche Kooperationen eingegangen werden um innovative Projekte zu starten und zum Erfolg zu führen und welche Rolle SozialwissenschaftlerInnen für ein erleichtertes Verstehen und Entwickeln von sozialen Innovationsprozessen einnehmen können. Der unstrittige maßgebliche Einfluss von sozialen Innovationen auf uns, der in der Einleitung anhand des Beispiels des World Wide Webs aufgeführt wird, wird hier schwerpunktmäßig im Band an konkreten sozialen Innovationsprozessen in Kommunen von Stadt und Land und deren begünstigende Faktoren untersucht.

Und auf lokaler Ebene finden sich vielfältige Beispiele. So stellt das bei Springer erschienene Fachbuch unter anderem lokale Verbraucherinitiativen für einen nachhaltigeren Konsum, Leihläden, eine alterns- und demenzfreundliche Versorgungsstruktur, Soziale Innovation durch Bricolage, gemeinschaftlich-kooperative Wohnformen, Stadtentwicklung und die Förderung benachteiligter Stadtteile vor. Innovation, oder wie es im Vorwort von Dr. Christoph Kaletka und Dr. Hans-Werner Franz heißt, „das erfolgreiche Neue“ wird konkret und anhand von (Positiv-) Beispielen aus verschiedensten Regionen präsentiert.

Der Band soll dabei das Verstehen sozialer Innovationsprozesse erleichtern, für das Verhalten in solchen Prozessen qualifizieren und den Diskurs über die Rolle der Sozialwissenschaften in, für und bei sozialen Innovationsprozessen vor Ort befördern. Gezeigt wird, wie vielfältig Sozialwissenschaft mit ihren Theorien und Methoden praktisch wirkt, wie sie soziale Veränderungsprozesse unterstützt, verbessert und bereichert; auch, wie sie ihr theoretisches Verständnis sozialer Prozesse und ihre methodische Kreativität an ihnen schärft; und, zu guter Letzt, wie SozialwissenschaftlerInnen selbst als wissenschaftliche Begleitung solcher Prozesse von deren Beobachtung und Analyse lernen und daran wachsen können. 

Folgende Beiträge von sfs-Wissenschaftlern sind im Buch enthalten:

  • Ausführliche Einleitung zu Buch und Thema (Hans-Werner Franz, Christoph Kaletka)
  • Soziale Innovation Weltweit: Ergebnisse des Global Mapping im Projekt SI-DRIVE (Antonius Schröder)
  • Die Bedeutung von Online-Plattformen für Community-Building und (digitale?) soziale Innovation. Empirische Befunde (Mathias Cuypers, Jens Maylandt und Bastian Pelka)
  • Lokale Ökosysteme sozialer Innovation verstehen und gestalten (Dmitri Domanski und Christoph Kaletka)