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Inklusive SI-Initiativen wollen „skalieren“ – aber wie?

Es gibt unzählige Beispiele wirksamer sozialer Innovationen, wie empirische Untersuchungen zum Beispiel im Rahmen des SI-DRIVE-Projekts gezeigt haben. Aber wie kann eine in Stadt A erfolgreiche Initiative in Stadt B Fuß fassen? Das „Copy/Paste“-Prinzip reicht nicht aus, so erläuterte Dr. Christoph Kaletka (sfs) im Rahmen der Tagung Human-Computer Interaction (HCI 2018) in Las Vegas. Vielmehr sind differenzierte Kenntnisse über die jeweiligen SI-Ökosysteme und deren Unterschiede notwendig.

Human-Computer Interaction Las Vegas

Christoph Kaletka (Sozialforschungsstelle Dortmund) und Prof. Ingo Bosse (Fakultät für Rehabilitationswissenschaften, TU Dortmund) haben im Rahmen der diesjährigen HCI-Konferenz am 19. Juli 2018 erneut eine Session „Technology for Inclusion and Participation (TIP)“ im Namen des gleichnamigen Forschungsclusters der TU Dortmund organisiert. Im Rahmen der Session diskutierten sie mit den Referierenden, welche Rolle neue Technologien für Inklusion und Partizipation spielen und welche Beiträge soziale und technologische Innovationen zu einer inklusiven Gesellschaft leisten können.

Christoph Kaletka stellte das PIKSL-Labor vor, eine in Düsseldorf gegründete Initiative, die sich „digitale Kompetenzen für alle“ als Ziel gesetzt hat und dabei erfolgreich neue Wege ausprobiert. So arbeiten Menschen mit Lernschwierigkeiten als Coaches für Digitale Inklusion und beraten Unternehmen zu diesem Thema. Wie sich die Bedingungen, unter denen PIKSL gewachsen ist, beschreiben lassen, verdeutlichte Christoph Kaletka anhand eines vierschaligen Ökosystems sozialer Innovation. Dieses bildet zentrale Akteure, Netzwerke, Förderer, Business-Modelle, politische Rahmenbedingungen und weitere Faktoren ab und strukturiert diese.

Auch die weiteren Vorträge widmeten sich dem Thema „Technologie und Inklusion“: Prof. André Posenau (Hochschule für Gesundheit, Bochum) referierte zum Zusammenhang zwischen Kultur und Technologienutzung und verglich Beispiele aus dem Feld der Inklusion aus unterschiedlichen Regionen der Welt. Ingo Bosse (TU Dortmund) berichtete vom Aufbau eines inklusiven Makerspace im Rahmen des BMBF-geförderten Projekts SELFMADE: Hier designen und drucken Menschen mit Beeinträchtigungen seit 2017 Alltagsgegenstände, die ihnen gesellschaftliche Teilhabe erleichtern. Lea Abdel Ghani (Hochschule für Gesundheit, Bochum) sprach über den Einsatz von Technologie im Bereich der Unterstützten Kommunikation, durch die künstlich beatmete Personen erweiterte Kommunikationsmöglichkeiten erhalten. Erneut gelang es, für die Session Referierende aus dem TIP-Cluster der TU Dortmund und seinen Netzwerken zu gewinnen und somit die vielfältigen (inter-) disziplinären Zugänge zum Thema zu beleuchten.