Sprungmarken

Servicenavigation

Hauptnavigation

Sie sind hier:

Bereichsnavigation

Hauptinhalt

Abschlussveranstaltung des Projekts Social Innovation Community: Lissaboner Erklärung schlägt hohe Wellen

Unter dem Motto „Beyond Imagination: a socially innovative Europe“ verabschiedete sich das internationale Projekt „Social Innovation Community“ nach drei Jahren von der Öffentlichkeit, um mit der Vorstellung der Lissaboner Erklärung gleichzeitig ein neues Kapitel für soziale Innovation in Europa einzuleiten.

Am 12. und 13. November 2018 fand in Sevilla die Abschlussveranstaltung des internationalen Projekts Social Innovation Community (SIC) statt. Die Projektpartner stellten die Ergebnisse ihrer fast dreijährigen Arbeit vor und diskutierten mit 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Zivilgesellschaft, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft über die Zukunft sozialer Innovation. Sie nahmen an thematischen Workshops und Vorträgen teil und besuchten lokale Organisationen, um mehr über soziale Innovation in Sevilla zu erfahren. Das Team der Sozialforschungsstelle Dortmund, Projektpartner in SIC, bot im Rahmen der Veranstaltung mehrere Workshops an.

Des Weiteren wurde die vor wenigen Wochen veröffentlichte Lissaboner Erklärung dem Publikum vorgestellt. Die Erklärung enthält zehn konkrete Politikempfehlungen, die darauf abzielen, dass soziale Innovation zu einer übergreifenden Priorität in allen europäischen Förderprogrammen wird. Auf der Veranstaltung diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer darüber, wie die Ziele der Erklärung erreicht werden können.

Bereits wenige Tage vor der Veranstaltung in Sevilla äußerte sich Carlos Moedas (Europäischer Kommissar für Forschung, Wissenschaft und Innovation) auf der Web Summit Tech Konferenz in Lissabon zu den Zielen der Lissaboner Erklärung und unterstützte diese ausdrücklich: „In the European Union, we are going to put more money into social innovation, not because it’s trendy, but because we believe that the future of innovation is about social innovation (In der Europäischen Union werden wir mehr Geld in soziale Innovation setzen, nicht weil es der Trend ist, sondern weil wir daran glauben, dass die Zukunft von Innovation, soziale Innovation ist)“.

Weiterhin dankte er der Social Innovation Community: „Their efforts help policymakers and the European Commission to create a new path to a fairer, more inclusive Europe (Ihre Anstrengungen helfen Politikern und der Europäischen Kommission dabei, den Pfad zu einem faireren und inklusiveren Europa zu ebnen)”.

Die Lissaboner Erklärung können Sie hier lesen. Hier finden Sie mehr Informationen zur Abschlussveranstaltung von SIC.

In Europa hat soziale Innovation in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Ihre Rolle bei der Lösung vielfältiger gesellschaftlicher Probleme wird mittlerweile quer durch alle Bereiche der Gesellschaft anerkannt. Vor diesem Hintergrund hat auch Forschung zu sozialer Innovation einen bemerkenswerten Aufschwung erfahren. Unter der Leitung von Prof. Dr. Jürgen Howaldt hat die Sozialforschungsstelle (sfs) der Technischen Universität Dortmund entscheidend zur Weiterentwicklung des Themas soziale Innovation beigetragen.

Die sfs war an vielen einschlägigen Projekten wie „Social Innovation – Driving Force of Social Change“ (SI-DRIVE) beteiligt. Im Rahmen des Social Innovation Community Projekts (SIC) haben Dr. Christoph Kaletka und Dmitri Domanski die Forschungsaktivitäten koordiniert und an der Lissaboner Erklärung mitgewirkt. Außerdem hat die Sozialforschungsstelle eine zentrale Rolle bei der Gründung der Europäischen Schule für Soziale Innovation (ESSI) gespielt, einem Netzwerk von wissenschaftlichen Institutionen und Individuen, die mit Forschung und Bildung zum Thema soziale Innovation beitragen.