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Neuer Aufsatz „Arbeit als kollegiales Handeln“ in der Zeitschrift „Industrielle Beziehungen“ erschienen

Anhand von Interviews und Gruppendiskussionen mit Beschäftigten zeigen Klaus Kock und Edelgard Kutzner, dass im täglichen Arbeitsprozess nicht nur Produkte und Dienstleistungen hergestellt werden, sondern dass dabei immer auch zwischenmenschliche Bindungen und Verpflichtungen entstehen. Es werden Praktiken analysiert, mit denen Arbeitende ihre sozialen Beziehungen aktiv gestalten und dabei einen kollegialen Zusammenhalt schaffen, der es ihnen ermöglicht, gemeinsam für ihre Interessen einzutreten.

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Kollegialität ist eine Form von Solidarität. Sie beruht auf der Einsicht, dass die Realisierung eigener Ziele von der Realisierung der Ziele anderer abhängig ist, dass die eigene Handlungsfähigkeit in der Zusammenarbeit mit anderen erweitert werden kann. Kollegialität entsteht in Interaktionen und muss – wenn sie Bestand haben soll – immer wieder gegen Konkurrenz und konkurrentes Handeln durchgesetzt werden. Die Erweiterung von Kollegialität zu solidarischem Handeln in überbetrieblichen gesellschaftlichen Zusammenhängen bedarf weiterer Reflexion und kollektiver Aktion.


Klaus Kock / Edelgard Kutzner: Arbeit als kollegiales Handeln – Praktiken von Solidarität und Konkurrenz am Arbeitsplatz, in: Industrielle Beziehungen, Heft 4/2018, S. 446-468

Mehr Informationen zum Aufsatz und eine Downloadmöglichkeit (PDF) finden Sie hier.