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Mit Romeo und Julia zurück in den Arbeitsmarkt: Erstes transnationales Theatertraining von JobAct Europe erfolgreich in Turin gestartet

Als Auftakt für die 4-teilige Trainingsserie fand vom 1. bis 5. Februar 2019 das erste internationale Theatertraining des Projektes JobAct Europe in Turin statt. In 4 Tagen wurden den 15 TeilnehmerInnen aus Italien, Frankreich, Ungarn und Deutschland Methoden sozialer Kunst für soziale Inklusion praktisch und theoretisch vermittelt. Kerstin Guhlemann und Christine Best waren von der sfs als wissenschaftliche Begleitung vor Ort.

JobAct_Europe_Turin_Meeting

„Social inclusion through social art“ – so lautet das Konzept, mit dem SozialarbeiterInnen, angehende SozialkünstlerInnen, sowie bereits ausgebildete TheaterpädagogInnen auf ihre Arbeit mit benachteiligten Menschen vorbereitet und in ihrer professionellen Praxis unterstützt werden. Im Projekt JobAct Europe steht das Empowerment der Teilnehmenden durch die Verbindung von Theatertraining und Job Coaching im Vordergrund. Nach knapp zwei Jahren der gemeinsamen länderübergreifenden Konzeptentwicklung konnten in einem gemeinsamen Training der Projektpartner nun die verschiedenen Ansätze kombiniert, aber auch in ihren Unterschieden vermittelt werden. In einem Theorieblock am Vormittag erfolgte ein reger Austausch zu Methoden der Partner in der praktischen Arbeit mit benachteiligten Gruppen, bei der Akquise von Geldgebern, Unternehmen und inhaltlichen Elementen ihrer Trainings. Unter theaterpädagogischer Leitung wurden am Nachmittag in Kleingruppen die Inhalte praktisch in einem je zweistündigen Theaterworkshop vermittelt – landesgemäß mit Szenen aus dem Stück Romeo und Julia.

Da die praktische Arbeit mit den Zielgruppen, die bspw. arbeitslose Jugendliche, Geflüchtete und NEETs umfassen, das Herzstück des Projektes darstellt, bieten die „Train the Trainers“-Begegnungen eine sinnvolle Gelegenheit die Kompetenzen der Trainer*innen zu schulen. Durch die internationale Zusammensetzung der Teilnehmenden entstand ein Diskurs über Landesgrenzen hinaus, bei dem Erfahrungen und hilfreiche Skills zur Bewältigung kritischer Situationen in der alltäglichen Arbeit mit den Zielgruppen ausgetauscht sowie konkrete Methoden der theaterpädagogischen Praxis angewandt und vermittelt wurden. Alle vorgestellten Strategien, wie Ansätze zur Problemlösung, der Entwicklung eines „Entrepreneurial Mindsets“ und des Design Thinkings wurden immer auch in praktischen Übungen verfestigt. Durch eigene Anwendung konnten sich die Teilnehmenden so der Wirksamkeit einzelner Methoden versichern und lernen, sich in die Teilnehmer*innen der Theaterprojekte hineinzuversetzen.


Gastgebende Projektpartner waren die Cooperativa Sociale Patchanka aus Turin, sowie Vivaio per l´Intrapredenzia mit Sitz in Florenz.