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Vier Vorträge von WissenschafterInnen der sfs auf der Eu-SPRI 2019 in Rom

Hinter dem Kürzel Eu-SPRI (European Forum for Studies of Policies for Research and Innovation) verbirgt sich einer der wichtigsten Forschungszusammenschlüsse zum Thema Wissenschaft, Technik und Innovation in Europa. Einmal jährlich treffen sich die Mitglieder und Assoziierte des Netzwerks, so auch im vergangenen Juni in Rom. Gleich vier WissenschaftlerInnen der Sozialforschungsstelle waren eingeladen, ihre Forschungsergebnisse zu präsentieren.

eu-spri_2019_rom_italy

Im beeindruckenden Vorlesungssaal des Nationalen Forschungsrates im Zentrum von Rom fand die Auftaktveranstaltung der Tagung (Tagungsprogramm | PDF) statt, im Rahmen derer der Wirtschaftswissenschaftler und ehemalige italienische Sozial- und Arbeitsminister Enrico Giovannini die TeilnehmerInnen willkommen hieß und die herausragende Bedeutung der Europäischen Union für die nachhaltige gesamtgesellschaftliche Entwicklung in Erinnerung rief.

Unter dem Vortragstitel “Understanding Social Innovation Ecosystems: In Search of a Concept” referierte Dmitri Domanski darüber, warum die Auseinandersetzung mit Ökosystemen sozialer Innovation für die Innovationsforschung wichtig ist, und wie ein entsprechendes Konzept ausgehend von den Erfahrungen der Innovation Studies entwickelt werden könnte.

In derselben Session hat Jennifer Eckhardt erste Ergebnisse aus dem EU-Projekt SISCODE vorgestellt, innerhalb dessen die Partnerorganisationen nach Wegen suchen, designbasierte Koproduktion an den Schnittstellen zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft zu fördern. Der erste Teil der Forschungsbemühungen bestand in einer quantitativen Exploration der bestehenden Landschaft der Ko-Kreation, dessen Ergebnisse hier einsehbar sind.

Der Hauptbezugspunkt von Marthe Zirngiebls Präsentation war die Entwicklung einer Typologie Sozialer Innovationen, wie sie im Rahmen des Forschungsprojekts SI-DRIVE erarbeitet wurde. Die Typologie stellt Soziale Innovation in Beziehung zu ihrer Funktion und in Interaktion mit der Umwelt, die je nach Politikfeld durch verschiedenen Routinen, Institutionen und Regularien geprägt ist. Dabei zeigt sich: Viele Soziale Innovationen übernehmen Reparationsfunktionen und springen dort ein, wo lokale soziale Bedürfnisse nicht anderweitig befriedigt werden.

Jürgen Howaldt fokussierte in seinem Vortrag „Social Innovation – Chance and Challenge for Universities and SSH“ die Rolle der Wissenschaft und konkret die der Universitäten und Forschungsinstitute für die gesellschaftliche Weiterentwicklung Sozialer Innovation. Besondere Beachtung fanden im Vortrag die neuen Möglichkeiten für die sozialwissenschaftliche Innovationsforschung, gesellschaftliche Transformationsprozesse aktiv mitzugestalten.