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Abschlussbericht „Akzeptanz von Industrie 4.0“ erschienen

Der Abschlussbericht „Akzeptanz von Industrie 4.0“ als Ergebnis des vom BMBF geförderten Forschungsprojekts „Akzeptanz und Attraktivität in der Industriearbeit 4.0“ ist erschienen. Das Vorhaben wurde in Kooperation von der Sozialforschungsstelle Dortmund und der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) bearbeitet.

Abschlussbericht_Akzeptanz_Industrie_4.0

Die Auswirkungen von Industrie 4.0 auf Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen werden tiefgreifend sein. Sowohl Arbeitsplatzverluste und der Beschäftigungsaufbau in neuen Bereichen sind zu erwarten als auch massive Veränderungen der Qualifikations- und Kompetenzanforderungen durch Neugestaltung der Arbeitsorganisation und der Tätigkeitszuschnitte. Diesen Wandel in den Unternehmen zu meistern, wird nicht gegen die Beschäftigten gehen. Vor diesem Hintergrund ist die Frage, inwieweit die Beschäftigten Industrie 4.0 und die damit verbundenen Veränderungen akzeptieren, zentral.

Die vorliegende explorative Studie fokussiert die betriebliche Ebene und geht drei Fragekomplexen nach:

  1. Welche Akzeptanzprobleme werden von Beschäftigten auf dem Shopfloor (Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Führungskräften) im Hinblick auf Industrie 4.0-Systeme artikuliert? Lässt sich bei den betroffenen Beschäftigten erkennen, welche Themenfelder für sie besonders relevant sind? Wo sehen sie für sich die größten Veränderungen und Gefährdungen
  2. Welche Ursachen haben diese Akzeptanzprobleme?
  3. Welche Ansatzpunkte für Lösungsmöglichkeiten zur Überwindung von Akzeptanzproblemen existieren? Lassen sich Erfolgsmuster und Good-Practice-Beispiele erkennen?

Die empirischen Befunde zeigen, dass die Mehrheit der Beschäftigten sich gegenüber geplanten beziehungsweise im Einführungsprozess befindlichen Industrie 4.0-Technologien eher abwartend und zurückhaltend verhält. Abgesehen von einzelnen Ausnahmen begeistern sich die Beschäftigten weder besonders für die neue Technik noch verhalten sie sich sonderlich ablehnend oder gar widerständig.

Eine wichtige Erklärung für dieses Resultat liefert der Faktor Unternehmenskultur. Die betriebliche Führungskultur, Mitarbeitereinbindung und beteiligungsorientierte Einführungsprozesse führen oftmals – in Verbindung mit vorwiegend positiven Erfahrungen der Beschäftigten in ihren Unternehmen – dazu, dass die Beschäftigten sich bei aller Ungewissheit keine allzu großen Sorgen machen mussten. Akzeptanzprobleme entstehen bei Beschäftigten aus drei Gründen: Erstens, wenn sie keinen Nutzen von Industrie 4.0 für sich erkennen. Zweitens wollen die Beschäftigten informiert (und beteiligt) werden; geschieht dies nicht, wächst Unmut in den Belegschaften. Und drittens regen sich Widerstände, wenn die Beschäftigten sich kontrolliert fühlen.

Mögliche Ansätze zur Akzeptanzsicherung liegen insbesondere in einer beteiligungsorientierten Unternehmenskultur, die folgende Aspekte berücksichtigt: tatsächliche Informierung und Beteiligung der Beschäftigten und der betrieblichen Interessenvertretung, Klärung der Kontrollfrage, Qualifizierung mit Blick auf die neuen Anforderungen sowie nutzergerechte Gestaltung.


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