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Soziale Innovation konkret: European Network for Workplace Innovation (euwin) bietet viele Möglichkeiten der Mitwirkung

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Die Sozialforschungsstelle Dortmund, ZWE der TU Dortmund gehört neben anderen hochkarätigen Akteuren aus Wissenschaft und Politik zu den aktiven Wegbereitern des neugegründeten Netzwerks euwin. Workplace Innovation ist ein herausragendes Beispiel für Leistungsfähigkeit und wachsende Bedeutung sozialer Innovationen.

 

Bereits kurz nach Gründung von euwin engagieren sich bereits dreißig europäische Länder zum Thema Workplace Innovation. Dieses Netzwerk mit dem spezifischen Ziel, die Leistungsfähigkeit von Organisationen sowie die Qualität von Arbeitsplätzen nachhaltig zu verbessern, wurde als Bestandteil der Wachstumsstrategie der Europäischen Kommission (Abteilung/Generaldirektion Unternehmen und Industrie, ENTR) im April dieses Jahres mit einem großen „Launch Event“ in Brüssel ins Leben gerufen. Herman Kok (Lindum Group Ltd.) einer der Unternehmensvertreter auf der Veranstaltung bewertet das event folgendermaßen: „What is most encouraging was demonstrated by the contributions from the floor. It was good to see some hard case evidence and I think that this is what the launch should be about. It should be about opportunities where people can share best practice including how to tap into supply chains.” Wie die nachstehende Abbildung verdeutlicht, ist „Workplace Innovation“ eine spezifische Form sozialer Innovation, die aus der Synthese arbeitsorientierter Maßnahmen auf unterschiedlichen Ebenen (Arbeitsorganisation, Arbeitsplatzgestaltung, Innovationsentwicklung, Infrastruktursystem) hervorgeht.

 

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euwin verfolgt das Ziel, im Sinne einer „joint optimization“, gleichzeitig die Leistungsfähigkeit von Organisationen, die Qualität der Arbeitsbedingungen und das Wohlbefinden der Beschäftigten durch Integration partizipativ-reflexiver Strategien zu erhöhen. Dieser wissenschaftlich fundierte Ansatz hat seine Tragfähigkeit für unterschiedlich große Organisationen im Bereich von Produktion, Dienstleistung und Verwaltung sowohl im Profit- als auch im Non-Profit-Bereich unter Beweis gestellt hat. Er schafft eine ausgeprägte Multi-Win-Situation für viele stakeholder: Unternehmensvertreter, Managementvertreter, Beschäftigte vor Ort, Sozialpartner, Politiker und Berater. All diesen Akteuren (einschließlich arbeitsbezogener anwendungsorientierter Wissenschaft) bietet euwin eine Plattform zur Zusammenführung der Erfahrung mit Praktiken der Workplace Innovation. euwin versucht die europaweit vielfältigen, jedoch noch zu stark separierten Ansätze sichtbar zu machen und für die gemeinsame Perspektive einer Workplace Innovation zu bündeln, um auf diese Weise die Durchschlagkraft bei den immer noch unzureichend informierten Entscheidern zu erhöhen.

 

Prof. Frank Pot, University of Nijmegen und Vorsitzender des hochkarätigen euwin-Beirats meint hierzu: “Today has been a milestone because the issue of workplace innovation is very important for the competitiveness of the European economy as well as for the quality of working life for the European working population.  It’s quite an achievement that it is now officially a part of the European policy.  There is a lot of activity concerning workplace innovation but it helps greatly if it is officially recognized as an important part of policy.

 

There is some awareness that because of globalization, because of the knowledge based economy, because of the ageing of the working population, that there is a need for new approaches and this urgency is one of the issues to be faced.  The other thing is that many people in Europe in different networks collaborated to agree on a concept and this became ‘workplace innovation’.  This became a rather high policy profile.  In the past it has been known variously as ‘innovative workplace, ‘high performance workplace’, ‘sustainable work systems’ and so on - so it was previously just not possible to have it in European policy because nobody knew what you meant by every single concept.”

 

Euwin soll einen nachhaltigen Impuls auf europäischer Ebene erzeugen, um Wettbewerbsfähigkeit, Innovationskraft, Arbeitsplatzqualität und soziale Inklusion zu dynamisieren. Auf 30 europäische Länder verteilt umfasst das Netzwerk bereits 14 Kernorganisationen und mehr als 30 weitere Organisationen, in denen Unternehmen, öffentliche Einrichtungen, Handelskammern, Wirtschaftsverbände, Forschungseinrichtungen sowie die Sozialpartner mitwirken. In den ersten drei Jahren der Programmlaufzeit soll eine Reihe von Veranstaltungen durchgeführt werden, darunter verschiedene Arten von Workshops. Dabei geht es u.a. um Themen wie umfassende Kooperationsmöglichkeiten, die Rolle des Managements, die Einführung von neuen Technologien und Managementkonzepten, das Überprüfen von Kennzahlensystemen, um Konzepte für neue Bonussysteme. Daneben wird eine Vernetzung von sozialen Medien und einer Online-Wissensdatenbank stattfinden, um das Verständnis für Innovation am Arbeitsplatz weiterzuentwickeln.

 

Der Entwicklungsplan von euwin für das Jahr 2013 beinhaltet regionale Workshops, die in Mitgliedsländern in Nord- und Westeuropa durchgeführt werden sollen. Eine Ausweitung ist für 2014 und 2015 vorgesehen, wobei dann Aktivitäten in Frankreich und Südeuropa, in Litauen sowie Bulgarien geplant sind. euwin bietet vielfältige Möglichkeiten zur aktiven Mitwirkung am Erfahrungsaustausch und beim networking auf workshops, meetings und in der online community. Eine dieser Möglichkeiten ist es euwin-Botschafter zu werden.

 

Infos über das Dortmund-Brüssel-Positionspapier sind zu finden unter:

Dortmund-Brüssel-Positionspapier



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Dr. Ralf Kopp
Wissenschaftler

 

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