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"Alles, was Recht ist"

Entgeltgleichheit durch diskriminierungsfreiere Arbeitsbewertung in Deutschland, Großbritannien und Österreich: Ergebnisse eines Forschungsprojektes

Gleiches Entgelt für gleichwertige Arbeit ist ein Grundsatz, der bereits seit geraumer Zeit durch europäisches Recht und auch nationale Gesetzgebungen fixiert ist. Von einer Umsetzung aber sind wir noch weit entfernt. Insbesondere die derzeit angewendeten Systeme der Arbeitsbewertung bewirken eine mittelbare Entgeltdiskriminierung von Frauen, da sie häufig Anforderungen an typischen Frauenarbeitsplätzen ausblenden. Anforderungen, die nicht bewertet werden, bleiben dann bei der Bezahlung unberücksichtigt. Geringere Entgelte für typische Frauentätigkeiten sind die Folge. Im Rahmen eines europäischen Kooperationsprojektes wurden in Deutschland, Großbritannien und Österreich diskriminierungsfreiere Arbeitsbewertungsverfahren erprobt und z.T. in neue Entgeltsysteme umgesetzt. Wichtigstes Ergebnis der Untersuchungen: in einer Vielzahl von Fällen führt eine diskriminierungsfreiere Arbeitsbewertung zu einer Aufwertung von typischen Frauentätigkeiten. Die hier vorliegenden Projektberichte geben einen anschaulichen Eindruck über die aktuellen nationalen Debatten zum Thema Entgeltgleichheit und den Stand der Realisierung des Grundsatzes eines gleichen Entgelts für gleichwertige Arbeit in Deutschland, Großbritannien und Österreich. Sie beschreiben zwei unterschiedliche Instrumente diskriminierungsfreierer Arbeitsbewertung und ihre Anwendung in den Kontexten: Hochschule, Kommunalverwaltung und Dienstleistungsunternehmen. Die Ergebnisse sind für Tarifvertragsparteien wie für Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte ebenso bedeutsam wie für Personalverantwortliche und Interessenvertretungen.

Bibliographische Angaben:
Kühnlein, Gertrud; Stefaniak, Anna; Tondorf, Karin; Webster, Juliet; Ranftl, Edeltraud(Hrsg.):
"Alles, was Recht ist"
Entgeltgleichheit durch diskriminierungsfreiere Arbeitsbewertung in Deutschland, Großbritannien und Österreich: Ergebnisse eines Forschungsprojektes;
München und Mering: Rainer Hampp Verlag, 2002, 110ISBN: 3-87988-615-6