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Qualitäts-Management als soziale Innovation

Qualitätsmanagement, das herkömmliche wie das umfassende, sind ausschließlich soziale Innovationen mit sozialwissenschaftlicher Fundierung, die inzwischen in mehr oder minder konsequenter Form zum selbstverständlichen Bestandteil der meisten Organisationen geworden sind. Stakeholder- und Kundenorientierung sind mittlerweile selbstverständliche Begriffe. Was im Handwerk ursprünglich über Qualifikation und Zulassungsbarrieren kontrolliert wurde, muss in großen Organisationen völlig anders praktiziert werden. Seit den 40er Jahren des 20. Jahrhundert hat sich Qualitätsmanagement vom Kontrollmechanismus zum Managementkonzept entwickelt, das sich an Zielen, Strategien, Prozessen und Ergebnissen orientiert, und dabei eine bemerkenswerte Verbreitung gefunden hat. Seine systematischen Anfänge stammen aus den 50er Jahren und sind verbunden mit Namen wie Deming, Juran und Crosby. Das komplette Instrumentarium des Qualitätsmanagements gleich welcher Reichweite stammt aus dem Bereich der Sozialwissenschaften, von der Statistical Process Control bis zu den Methoden der Organisationsentwicklung, von Umfragetechniken bis zum Methodenset der Evaluation. Es gibt inzwischen eine Vielzahl von Studien, die wissenschaftlich solide belegen, dass Unternehmen mit umfassender Qualitätsorientierung wirtschaftlich erfolgreicher agieren als andere Unternehmen.

Bibliographische Angaben:
Franz, Hans-Werner:
Qualitäts-Management als soziale Innovation;
In: Howaldt, Jürgen; Jacobsen, Heike (Hrsg.): Soziale Innovation. Auf dem Weg zu einem postindustriellen Innovationsparadigma; S. S.335 - S.354;
Wiesbaden: VS Verlag, 2010
ISBN: 978-3-531-16824-1