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Der lange Abschied von Malocher

Sozialer Umbruch in der Stahlindustrie und die Rolle der Betriebsräte von 1960 bis in die neunziger Jahre

Die Arbeitsplätze in der Montanindustrie haben erheblich an Bedeutung verloren. Mit diesem Verlust hat sich die körperliche Schwerstarbeit, umgangssprachlich als "Maloche" bezeichnet, in den Betrieben weitgehend verflüchtigt. Zwar gibt es auch heute noch in vielen Bereichen unter Tage und in der Stahlherstellung und -verformung große Belastungen und "Maloche", aber durch verfahrenstechnische Neuerungen und EDV-gestützte Prozeßsteuerung ist Arbeit überwiegend von Überwachung, Steuerung und Optimierung gekennzeichnet. Nicht mehr der unmittelbare körperliche Einsatz in der Arbeit ist entscheidend, sondern die technisch vermittelte Beherrschung der Produktion steht im Mittelpunkt. Der Band untersucht, wie dieser Wandel durch Betriebsräte und Interessenvertretungen der Arbeitnehmer geprägt worden ist. Die Untersuchung basiert auf intensiven Gesprächen mit vielen Betriebsräten. So entstand das Porträt einer zentralen Gruppe, die die soziale Entwicklung in der Stahlindustrie maßgeblich beeinflußt hat. Dabei zeigt sich, daß sozialer Wandel im Betrieb und im Montanbereich insgesamt Ergebnis von sozialen Auseinandersetzungen ist, die ein besonderes Verhältnis von Konflikt und Kooperation aufweisen.

Bibliographische Angaben:
Hindrichs, Wolfgang; Jürgenhake, Uwe; Kleinschmidt, Christian; Kruse, Wilfried; Lichte, Rainer; Martens, Helmut(Hrsg.):
Der lange Abschied von Malocher
Sozialer Umbruch in der Stahlindustrie und die Rolle der Betriebsräte von 1960 bis in die neunziger Jahre;
Essen: Klartext Verlag, 2000, 213ISBN: 3-88474-892-0