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Soziale Innovation

Soziale Innovation – Ein globales Forschungsfeld

Soziale Innovation ist zentraler Forschungsgegenstand der Sozialforschungsstelle Dortmund (sfs), ZWE der TU Dortmund. Soziale Innovationen im Sinne neuer Praktiken zur Gestaltung sozialer Veränderungen sind allgegenwärtig und tragen zur gesellschaftlichen Entwicklung bei.

So treten sie in unterschiedlichen Formen in unserer Gesellschaft auf und nehmen Einfluss auf unser Leben: Soziale Innovationen verändern die Art und Weise, wie wir zusammenleben (Wohngemeinschaften), arbeiten (Telearbeit), konsumieren (Car-Sharing), Wohlstand verteilen (progressive Steuergesetzgebung) oder mit Krisen umgehen (Kurzarbeit statt Kündigung).

Als eigene Form der Innovation rücken sie bisher jedoch kaum ins Bewusstsein. Wer an „Innovationen“ denkt, stellt sich meist technische Innovationen vor. Wenn es darum geht, wie unsere Mobilität umweltschonender, Krankheiten weniger bedrohlich oder die Energiewende erfolgreicher werden sollen, suchen die meisten nach technischen Lösungen anstatt neue soziale Praktiken zu entwickeln bzw. Lebensstile zu verändern. Ein einseitig nur auf Technologie ausgerichtetes Innovationsverständnis begrenzt jedoch das Lösungsspektrum. Ohnehin sind komplexe Probleme mit technischen Innovationen allein nicht zu lösen. Bildung, gesellschaftliche Integration und gute Arbeit brauchen vor allem neue Denkweisen (Change of Mentalities) und veränderte Praktiken.

 

Elemente eines neuen InnovationsverständnisEingebettet in einem Ökosystem der Sozialen Innovation, entwickeln Akteure der Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Verwaltung gemeinsam neue soziale Praktiken und etablieren diese in der Gesellschaft.

Definition

„Eine soziale Innovation ist eine von bestimmten Akteuren (…) ausgehende intentionale (…) Neukonfiguration sozialer Praktiken in bestimmten Handlungsfeldern mit dem Ziel, Probleme oder Bedürfnisse besser zu lösen (…) als dies auf der Grundlage etablierter Praktiken möglich ist.“

„Das Neue vollzieht sich nicht im Medium technologischer Artefakte, sondern auf der Ebene sozialer Praktiken (des Regierens, Organisierens, Versorgens, Konsumierens, der Partnerschaft, der Verhandlung etc.).“ (Howaldt / Schwarz 2010)


 

Wie in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts die Bedingungen geschaffen wurden, um gestützt auf eine systematische Innovationspolitik die Potenziale der Natur- und Ingenieurwissenschaften zu erkunden und für die Gesellschaft nutzbar zu machen, so brauchen wir zu Beginn des 21. Jahrhunderts einen ebenso großen Pioniergeist bei der Suche nach neuen sozialen Praktiken, die uns ermöglichen, die Zukunft zu sichern. Die, unter Federführung der Sozialforschungsstelle Dortmund erstellte, SI-DRIVE-Erklärung zur Zukunft der Innovationspolitik fasst die wesentlichen Anforderungen an eine zukunftsträchtige Innovationspolitik auf nationaler und europäischer Ebene zusammen.

Eine solche Innovationspolitik braucht ein wissenschaftlich fundiertes Konzept sozialer Innovation. Jedoch bedarf es der Bildung einer wissenschaftlichen Community, die sich theoretisch wie empirisch mit der Erforschung sozialer Innovationen befasst. Dies ist zurzeit eine der größten Herausforderungen bei der Entwicklung des Themenfeldes. Vor diesem Hintergrund tragen die zahlreichen Projekte und weltweiten Aktivitäten der Sozialforschungsstelle Dortmund maßgeblich dazu bei, das Thema Soziale Innovation in Gesellschaft, Politik und Wissenschaft zu verankern. 


Prof. Dr. Jürgen Howaldt: Das Potenzial Sozialer Innovationen entfalten

Prof. Dr. Jürgen Howaldt, Sozialforschungsstelle TU Dortmund (sfs), bei dem Kongress "Innovationen für die Gesellschaft – Neue Wege und Methoden zur Entfaltung des Potenzials sozialer Innovationen" am 20. September 2016 im Umweltforum in Berlin. Titel des Vortrags: Das Potenzial Sozialer Innovationen entfalten – Trends und Konzepte im internationalen Diskurs

"Interactive Map of Social Innovation"

Zur interaktiven Weltkarte der Sozialen Innovationen gelangen Sie hier. Interaktive Weltkarte Sozialer Innovation

 

 

Jürgen Howaldt erklärt soziale Innovationen

Soziale Innovationen sind für die Gesellschaft wichtig. Sie sind der wahrscheinlichste Treiber gesellschaftlichen Fortschritts. Jürgen Howaldt erklärt in diesem Interview, was soziale Innovationen sind, das soziale Innovationen zu gesellschaftlichem Fortschritt beitragen, welche Rolle Unternehmen in der Gesellschaft spielen und warum Corporate Social Responsibility eine soziale Innovation ist.

Aktivitäten

Das Leitthema Soziale Innovation wird von der Sozialforschungsstelle Dortmund in zahlreichen Netzwerken, nationalen und internationalen Projekte, sowie auf diversen Konferenzen verankert und weiterentwickelt.

Einen Überblick zu ausgewählte Aktivitäten finden Sie hier.

Publikationen

Einen Überblick zu Publikationen von sfs-WissenschaftlerInnen zum Thema Soziale Innovation finden Sie hier.

Experteninterview: Prof. Dr. Howaldt beantwortet Fragen zum Thema soziale Innovation (Kurzvideo erstellt durch die Bertelsmann Stiftung)

Interview mit dem Deutschlandfunk zum Thema Soziale Innovation